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Messfeier

Zehn Jahre als Arbeiter im Weinberg des Herrn

Tittling Pfarrverband am 10.08.2022

220810 Priesterjubilaeum 2

Pfarrer Fabian Feuchtinger feiert Priesterjubiläum - Domkapitular Dr. Anton Spreitzer als Festprediger

Knapp fünf Jah­re sind ver­gan­gen, seit Fabi­an Feucht­in­ger als Pfar­rer mit der Lei­tung des
Pfarr­ver­ban­des Titt­ling-Neu­kir­chen v. W. betraut wur­de. Am Sonn­tag, den 3. Juli 2022
konn­te er in der Pfarr­kir­che St. Vitus, die er schon als Kind mit sei­ner Oma regel­mä­ßig
besucht hat­te, sein zehn­jäh­ri­ges Pries­ter­ju­bi­lä­um bege­hen. Die Spat­zen­mes­se von W. A.
Mozart, beein­dru­ckend dar­ge­bo­ten vom Chor und Orches­ter des Lie­der­kran­zes
Drei­bur­gen­land, gab dem Fest­got­tes­dienst einen fei­er­li­chen, impo­san­ten Rah­men.
Pfar­rer Feucht­in­ger begrüß­te neben der Pfarr­ge­mein­de ins­be­son­de­re sei­ne Kon­ze­le­bran­ten
Pfarr­vi­kar Pater Tho­mas, Pfar­rer i. R. Hans Schier­mei­er sowie Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Anton
Spreit­zer. Durch sei­ne Anwe­sen­heit fühl­te er sich beson­ders geehrt, zumal es eine
ver­lo­cken­de Alter­na­ti­ve gege­ben hät­te. Im Dom wur­de näm­lich zeit­gleich der
Pon­ti­fi­k­al­got­tes­dienst anläss­lich der Euro­päi­schen Wochen gefei­ert. Der Dom­ka­pi­tu­lar
ver­si­cher­te, dem klei­nen Jubi­lä­um ger­ne bei­zu­woh­nen. Kei­nes­falls woll­te er es sich – als
ehe­ma­li­ger Aus­bil­der des Titt­lin­ger Pfar­rers – neh­men las­sen, über den jun­gen Jubi­lar zu
berich­ten. Das muss er nun über sich erge­hen las­sen und aus­hal­ten“, befand der
Fest­pre­di­ger augen­zwin­kernd. Zudem sei er schon beim Ein­zug von der Qua­li­tät der Musi­ker
und Sän­ger beein­druckt gewe­sen, zoll­te er Diri­gent Tho­mas Gabri­el sein Kom­pli­ment. In
sei­ner Pre­digt spann­te er den Bogen geschickt von der Kir­chen­mu­sik zu sei­nem Ver­ständ­nis
des heu­ti­gen Pries­ter­am­tes: Ihr Musi­ker macht, wie ein Pfar­rer per­ma­nent dar­auf
auf­merk­sam, dass wir nicht in der Hori­zon­ta­le leben, son­dern nach oben hin auf­ma­chen
müs­sen.“ Er sehe die Auf­ga­be eines Geist­li­chen vor allem dar­in, an die­se Ver­bin­dung nach
oben zu erin­nern, auf die Men­schen zuzu­ge­hen und sie dar­an zu erin­nern, dass Gott in
jedem Leben da ist. Nicht die Auto­ri­täts­per­son, die ein Pfar­rer frü­her war, sei gefragt,
son­dern einer, dem man anmer­ke, dass er die Ver­bin­dung zu Gott von der Wur­zel her­aus
lebt – einer ohne antrai­nier­te Tech­nik, kein zer­ris­se­ner Typ mit ein wenig from­mem
Puder­zu­cker dar­über.“ Die Gemein­de kön­ne sich mit Fabi­an Feucht­in­ger glück­lich schät­zen,
auch wenn man sicher nicht immer einer Mei­nung sein kön­ne. Das gehö­re dazu, denn kei­ner
brau­che einen Geist­li­chen, der allen nach dem Mund redet. In die­sem Zusam­men­hang
ermun­ter­te er die Got­tes­dienst­be­su­cher dazu, ihrem Pfar­rer gegen­über eben­falls ehr­lich zu
sein und offen aus­zu­spre­chen, wenn etwas auf Unver­ständ­nis stößt, ihm aber gleich­zei­tig
auch mit einem Blick der Nach­sicht und Dank­bar­keit zu begeg­nen sowie für ihn zu beten.
Ganz per­sön­lich wünsch­te er Fabi­an Feucht­in­ger, dass er sich immer wie­der von Gott prü­fen
las­se, ob er mit sei­nen Pfarr­an­ge­hö­ri­gen noch auf Augen­hö­he ste­he und füg­te scher­zend
hin­zu, dass dies rein äußer­lich ange­sichts sei­ner statt­li­chen Kör­per­grö­ße aller­dings nur
schwer mög­lich ist.
Der Jubi­lar selbst war erleich­tert, dass der Fest­pre­di­ger nicht mehr Prü­gel“ für ihn im
Gepäck hat­te. Lachend merk­te er an, dass Dom­ka­pi­tu­lar Spreit­zer den Grund­satz Du kannst
über alles pre­di­gen, nur nicht über sie­ben Minu­ten“ ver­ges­sen habe. Feucht­in­ger erin­ner­te
sich dank­bar an die Anfän­ge sei­ner pries­ter­li­chen Lauf­bahn. Nach sei­ner Wei­he am 30. Juni 2012 war er als Kaplan in Sim­bach am Inn und im Pfarr­ver­band Pocking tätig, ehe er 2017
wie­der auf der rich­ti­gen Sei­te der Donau“ ange­kom­men ist, wie
Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der Rai­ner Gaß­ler schmun­zelnd anmerk­te. Die­ser gra­tu­lier­te im
Namen des Gre­mi­ums und zoll­te Respekt und Aner­ken­nung für die tief­grei­fen­de
Ent­schei­dung, die­se lebens­lan­ge Bin­dung ein­ge­gan­gen zu sein. Neben sei­ner Lie­be zu Musik
und Gesang sowie sei­ner Lei­den­schaft für die Pflan­zen­welt sei er für Vie­les zu haben. Dabei
lege er bei der prak­ti­schen Umset­zung neu­er Ideen immer auch selbst Hand an. Ganz
beson­ders herz­lich fie­len die Wor­te und Ges­ten von Pfarr­vi­kar Pater Tho­mas aus: Du bist
jung, dyna­misch, geschickt. Jub­le mit der Gemein­de, weil sie die rich­ti­ge Kraft­quel­le ist!“ In
Anknüp­fung an eine jahr­hun­der­te­al­te Tra­di­ti­on aus Indi­en leg­te er Feucht­in­ger ein edles
Tuch um. Wenn man in Indi­en gra­tu­liert, bedeckt man die Per­son mit einem Tuch als
Sym­bol für Got­tes Schutz“, erklär­te er.
Den Glück­wün­schen schlos­sen sich die Bür­ger­meis­ter des Pfarr­ver­ban­des Hel­mut
Will­merdin­ger aus Titt­ling, Josef Schuh aus Witz­manns­berg und Erwin Brau­man­dl aus
Neu­kir­chen v. W. an. Sie dank­ten für das kon­struk­ti­ve, ver­trau­ens­vol­le Mit­ein­an­der und
wünsch­ten sich, dass ein Ver­hält­nis wie bei Don Camil­lo und Pep­po­ne auch zukünf­tig in
wei­ter Fer­ne blei­be. Im Namen der Vor­stand­schaft und aller Mit­glie­der des Frau­en­bun­des
gra­tu­lier­te Wal­traud Ler­chl.
Am Ende ver­si­cher­te der Jubi­lar, dass er trotz Höhen und Tie­fen sei­ne Ent­schei­dung für das
Pries­ter­amt bis­her nie bereut habe. Sicht­lich bewegt dank­te er ins­be­son­de­re sei­ner Mama,
die oft als Blitz­ab­lei­ter“ her­hal­ten müs­se sowie der gan­zen Fami­lie, die ihn seit jeher
unter­stütz­te, sei­nen Freun­den und Mit­brü­dern, Gemein­de­as­sis­tent Felix Sanft­le­ben eben­so
wie allen Haupt- und Ehren­amt­li­chen und ins­be­son­de­re den Got­tes­dienst­be­su­chern. Kir­che
sind wir alle!“, schloss er und lud zum anschlie­ßen­den Sekt­emp­fang ein. Neh­men Sie sich
Zeit! Falls Sie einen Schweins­bra­ten im Ofen hat­ten, den kön­nen Sie nun sowie­so
ver­ges­sen!“, scherz­te er mit Blick auf die Uhr und stimm­te das Te Deum“ an.

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