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Kirche vor Ort

Zur Sonnenwende die Krippe im Fokus

Tittling Pfarrverband am 21.06.2022

220621 Vitusmedaille

Krippenvereinsvorsitzender Günther Kreipl mit Vitusmedaille ausgezeichnet

Gemäß dem lit­ur­gi­schen Kalen­der begeht die Pfar­rei St. Vitus all­jähr­lich am 15. Juni den Gedenk­tag ihres Patrons. Tra­di­tio­nell wird bei der sonn­täg­li­chen Fei­er des Patro­zi­ni­ums die Vitus­me­dail­le an Frau­en oder Män­ner ver­lie­hen, die jahr­zehn­te­lang in vor­bild­li­cher Wei­se Diens­te für die Pfar­rei ver­rich­te­ten oder dies immer noch tun. Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag wur­de der Vor­sit­zen­de des ört­li­chen Krip­pen­ver­eins Gün­ther Krei­pl damit ausgezeichnet.

Pfar­rer Fabi­an Feucht­in­ger erin­ner­te in sei­ner Pre­digt an den hei­li­gen Vitus, der auf dem Hoch­al­tar des Got­tes­hau­ses in einem Kes­sel mit sie­den­dem Öl thront. Er habe schon in sei­ner Jugend ganz auf Gott ver­traut und kön­ne in vie­ler­lei Wei­se auch heu­te noch als Vor­bild die­nen. Als vor­bild­lich bezeich­ne­te Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der Rai­ner Gaß­ler am Ende des Got­tes­diens­tes auch die Tätig­keit der Mit­glie­der des Krip­pen­ver­eins und wür­dig­te ins­be­son­de­re die Ver­diens­te des Vor­sit­zen­den Gün­ther Krei­pl. Bei über 30 Grad im Juni den­ke man eigent­lich sofort an einen Bier­gar­ten, ein küh­les Bad oder lecke­res Eis, wohl aber kaum an eine Weih­nachts­krip­pe, zeig­te sich der Gaß­ler über­zeugt. Ganz anders als zuhau­se, wo Krip­pe und Figu­ren frü­hes­tens im Novem­ber auf Vor­der­mann gebracht wer­den, ver­hal­te es sich aber mit der Jah­res­krip­pe in der Pfar­rei St. Vitus. Im Lau­fe des gesam­ten Kir­chen­jah­res wer­den in ihr mitt­ler­wei­le 17 ver­schie­de­ne Sze­nen sowohl aus dem Alten als auch aus dem Neu­en Tes­ta­ment im Wech­sel gezeigt. Gemein­sam mit Pfar­rer Feucht­in­ger drück­te er in die­sem Zusam­men­hang sei­ne Freu­de über den vor eini­gen Jah­ren voll­zo­ge­nen Orts­wech­sel des Kunst­werks von der Unter­kir­che in das hin­te­re Kir­chen­schiff aus. So eine Jah­res­krip­pe gibt es nicht am Auto­ma­ten und nicht im Inter­net. Sie fällt nicht vom Him­mel“, set­ze Gaß­ler sei­ne Lau­da­tio fort. So etwas Ein­zig­ar­ti­ges gibt es nur, weil sich vor 35 Jah­ren enga­gier­te Men­schen dem Pro­jekt ver­schrie­ben haben. Aus einer Visi­on wur­de ein Gesamt­kunst­werk, das sei­nes­glei­chen sucht.“ Er attes­tier­te allen Mit­glie­dern des Krip­pen­ver­eins meis­ter­haf­tes hand­werk­li­ches und künst­le­ri­sches Geschick und dank­te für die unzäh­li­gen Arbeits­stun­den. Ohne Zwei­fel wir­ke alles authen­tisch und besteche durch pro­fes­sio­nel­le Gestal­tung mit viel Lie­be zum Detail. Egal ob Hin­ter­grund, Beleuch­tung, Per­spek­ti­ve, die unzäh­li­gen Acces­soires oder die Kör­per­hal­tung der hand­ge­mach­ten Figu­ren, nichts sei dem Zufall über­las­sen. Als wei­te­re Beson­der­heit hob Gaß­ler die Dar­stel­lung der Geburt Chris­ti zur Weih­nachts­zeit her­aus. Im Gegen­satz zu den ande­ren Sze­nen wird die­se näm­lich nicht ori­en­ta­lisch gestal­tet, son­dern als alpen­län­di­sche, bäu­er­li­che Krip­pe aus­ge­führt. Die Gesich­ter der Figu­ren sind bedeu­ten­den leben­den oder bereits ver­stor­be­nen Per­so­nen des kirch­li­chen und gesell­schaft­li­chen Lebens in Titt­ling nach­ge­bil­det. Pfar­rer Feucht­in­ger schloss sich den Wor­ten des Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­den an und über­reich­te Gün­ther Krei­pl Urkun­de und Vitus­me­dail­le als Dank für das lang­jäh­ri­ge enga­gier­te Wir­ken. Dabei beton­te er, dass der Geehr­te auch über die Arbeit des Krip­pen­ver­eins hin­aus immer wie­der zur Stel­le sei, wenn Unter­stüt­zung gebraucht wer­de, bei­spiels­wei­se im Bibel­gar­ten oder beim Christ­baum­schmü­cken. Mit dem wun­der­ba­ren und ein­ma­li­gen Gesamt­werk, das die Pfar­rei mit der Jah­res­krip­pe habe, kön­ne sie sich glück­lich schätzen.