Kirche vor Ort

Trauer um Pfarrer i. R. Rudolf Kallmaier

Tittling Pfarrverband am 29.10.2022

Am Mon­tag, 17. Okto­ber 2022, hat der Herr über Leben und Tod unse­ren ehe­ma­li­gen Pfar­rer Msgr. BGR Rudolf Kall­mai­er im Alter von 71 Jah­ren zu sich geru­fen. Eine gro­ße Trau­er­ge­mein­de nahm beim Requi­em in der Titt­lin­ger Pfarr­kir­che von ihm Abschied. Fast 20 geist­li­che Mit­brü­der fei­er­ten den Got­tes­dienst mit Haupt­ze­le­brant Dekan Alfons Eiber. In sei­ner Pre­digt knüpf­te die­ser an das Evan­ge­li­um vom Gleich­nis mit den anver­trau­ten Talen­ten an. Auch Rudolf Kall­mai­er sei­en fünf Talen­te mit­ge­ge­ben wor­den: die pflicht­be­wuss­te Erfül­lung sei­nes Seel­sor­ge­auf­trags und sei­ne Anteil­nah­me am gesell­schaft­li­chen Leben, zwei­tens sein Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent und Ver­wal­tungs­ge­schick, was er unter ande­rem bei ver­schie­de­nen Bau­maß­nah­men wie der Reno­vie­rung der Kir­che in Enzers­dorf, der Erneue­rung unse­res Titt­lin­ger Kirch­turm­kreu­zes und des Kir­chen­vor­plat­zes sowie bei der Anschaf­fung des neu­en Glo­cken­ge­läuts für unse­re Pfarr­kir­che bewies. In sei­ner Funk­ti­on als Trä­ger der Kin­der­gär­ten Titt­ling und Rap­pen­hof setz­te er sich zudem für das Wohl der Kleins­ten ein. Ein beson­de­res Anlie­gen war ihm auch der Bibel­gar­ten, des­sen Initia­tor er war.

Das drit­te Talent sei die Lie­be zu sei­ner Her­kunfts­fa­mi­lie, der Weit­blick Pfar­rer Kall­mai­ers vier­tes Talent. Im Pries­ter­rat und Pries­ter­ver­ein setz­te er sich für die Pries­ter aber auch die Rech­te der Pfarr­haus­häl­te­rin­nen ein. Als fünf­tes Talent nann­te Dekan Eiber das Talent der Hoff­nung, dass das Leben wei­ter­ge­he. Getra­gen von die­ser christ­li­chen Hoff­nung ist Pfar­rer Kall­mai­er auch sei­nen schwe­ren Weg durch die Krank­heit gegan­gen. In die­ser Hoff­nung auf ein neu­es Leben bei Gott ist er auch von uns gegangen. 

Ganz bewusst hat er sich daher für sei­ne Beer­di­gung auch das ​„Hal­le­lu­ja“ von Hän­del gewünscht, wel­ches der Lie­der­kranz in her­vor­ra­gen­der Wei­se darbot.

In den Nach­ru­fen wür­dig­te Gene­ral­vi­kar Josef Ede­rer das pries­ter­li­che Wir­ken Kall­mai­ers und als Ver­tre­ter des Wei­he­jahr­gangs 1977 dank­te Pfar­rer i. R. Georg Duschl sei­nem Kurs­kol­le­gen für 50 Jah­re treue Weg­ge­mein­schaft. Pfar­rer Tho­mas Plesch bedank­te sich für die gute öku­me­ni­sche Zusam­men­ar­beit und PGR-Vor­sit­zen­der Rai­ner Gaß­ler dank­te im Namen der Pfarr­ge­mein­de, aber auch im Namen aller haupt- und ehren­amt­lich Täti­gen in der Pfar­rei für Pfar­rer Kall­mai­ers Wir­ken in Titt­ling. Er erin­ner­te zudem dar­an, dass Pfar­rer Kall­mai­er für sei­ne zahl­rei­chen Ver­diens­te um die Pfar­rei St. Vitus im Jahr 2008 mit der Vitus­me­dail­le aus­ge­zeich­net wurde.

Im Namen der Markt­ge­mein­de nahm Bür­ger­meis­ter Hel­mut Will­mer­din­ger vom Titt­lin­ger Ehren­bür­ger Rudolf Kall­mai­er Abschied. Wie alle Trau­er­red­ner wür­dig­te er beson­ders Katha­ri­na Stad­ler als Pfarr­haus­häl­te­rin. Sie sei die gute See­le an sei­ner Sei­te gewe­sen. Unter dem Glo­cken­ge­läut, das Pfar­rer Kall­mai­er in sei­ner Amts­zeit selbst erneu­ert hat­te, zog die gro­ße Trau­er­ge­mein­de zum Titt­lin­ger Pries­ter­grab, wo der Ver­stor­be­ne sei­ne letz­te irdi­sche Ruhe­stät­te fand. Wir wer­den dem Ver­stor­be­nen in Gebet und Dank­bar­keit ver­bun­den blei­ben und ihm ein ehren­des Geden­ken bewah­ren. Er möge nun leben bei Gott, in sei­nem himm­li­schen Frieden!

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