Am Montag, 17. Oktober 2022, hat der Herr über Leben und Tod unseren ehemaligen Pfarrer Msgr. BGR Rudolf Kallmaier im Alter von 71 Jahren zu sich gerufen. Eine große Trauergemeinde nahm beim Requiem in der Tittlinger Pfarrkirche von ihm Abschied. Fast 20 geistliche Mitbrüder feierten den Gottesdienst mit Hauptzelebrant Dekan Alfons Eiber. In seiner Predigt knüpfte dieser an das Evangelium vom Gleichnis mit den anvertrauten Talenten an. Auch Rudolf Kallmaier seien fünf Talente mitgegeben worden: die pflichtbewusste Erfüllung seines Seelsorgeauftrags und seine Anteilnahme am gesellschaftlichen Leben, zweitens sein Organisationstalent und Verwaltungsgeschick, was er unter anderem bei verschiedenen Baumaßnahmen wie der Renovierung der Kirche in Enzersdorf, der Erneuerung unseres Tittlinger Kirchturmkreuzes und des Kirchenvorplatzes sowie bei der Anschaffung des neuen Glockengeläuts für unsere Pfarrkirche bewies. In seiner Funktion als Träger der Kindergärten Tittling und Rappenhof setzte er sich zudem für das Wohl der Kleinsten ein. Ein besonderes Anliegen war ihm auch der Bibelgarten, dessen Initiator er war.
Das dritte Talent sei die Liebe zu seiner Herkunftsfamilie, der Weitblick Pfarrer Kallmaiers viertes Talent. Im Priesterrat und Priesterverein setzte er sich für die Priester aber auch die Rechte der Pfarrhaushälterinnen ein. Als fünftes Talent nannte Dekan Eiber das Talent der Hoffnung, dass das Leben weitergehe. Getragen von dieser christlichen Hoffnung ist Pfarrer Kallmaier auch seinen schweren Weg durch die Krankheit gegangen. In dieser Hoffnung auf ein neues Leben bei Gott ist er auch von uns gegangen.
Ganz bewusst hat er sich daher für seine Beerdigung auch das „Halleluja“ von Händel gewünscht, welches der Liederkranz in hervorragender Weise darbot.
In den Nachrufen würdigte Generalvikar Josef Ederer das priesterliche Wirken Kallmaiers und als Vertreter des Weihejahrgangs 1977 dankte Pfarrer i. R. Georg Duschl seinem Kurskollegen für 50 Jahre treue Weggemeinschaft. Pfarrer Thomas Plesch bedankte sich für die gute ökumenische Zusammenarbeit und PGR-Vorsitzender Rainer Gaßler dankte im Namen der Pfarrgemeinde, aber auch im Namen aller haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Pfarrei für Pfarrer Kallmaiers Wirken in Tittling. Er erinnerte zudem daran, dass Pfarrer Kallmaier für seine zahlreichen Verdienste um die Pfarrei St. Vitus im Jahr 2008 mit der Vitusmedaille ausgezeichnet wurde.
Im Namen der Marktgemeinde nahm Bürgermeister Helmut Willmerdinger vom Tittlinger Ehrenbürger Rudolf Kallmaier Abschied. Wie alle Trauerredner würdigte er besonders Katharina Stadler als Pfarrhaushälterin. Sie sei die gute Seele an seiner Seite gewesen. Unter dem Glockengeläut, das Pfarrer Kallmaier in seiner Amtszeit selbst erneuert hatte, zog die große Trauergemeinde zum Tittlinger Priestergrab, wo der Verstorbene seine letzte irdische Ruhestätte fand. Wir werden dem Verstorbenen in Gebet und Dankbarkeit verbunden bleiben und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Er möge nun leben bei Gott, in seinem himmlischen Frieden!



