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Unterwegs nach Bethlehem: Tittlinger Schüler begeistern beim Familiengottesdienst zum 2. Advent

Tittling Pfarrverband am 27.12.2025

„Unterwegs nach Betlehem – mit Stern, Stress und ziemlich viel Herz“- Traditionell fand am 2. Adventssonntag in Tittling wieder ein Familiengottesdienst statt. Allerdings war der Gottesdienst alles andere als traditionell, denn schon am Anfang der Messe stand plötzlich mitten in der Kirche eine leicht panische Fremdenführerin, die dringend – wirklich dringend! – nach Bethlehem musste und den Weg dahin nicht kannte.

So ging sie durch die Kir­che und stell­te eine Fra­ge, die in der Advents­zeit in einem über­tra­ge­nen Sinn uns alle beschäf­tigt, näm­lich: ​„Wie kom­me ich eigent­lich nach Beth­le­hem?“ Logisch konn­te ein Navi oder Rou­ten­pla­ner hier nicht wei­ter­hel­fen. Gemein­sam mit vie­len Kin­dern, eini­gen Hir­ten, Johan­nes dem Täu­fer und sogar mit Maria und Josef mach­te sich die Rei­se­grup­pe auf den Weg. Dabei wur­de schnell klar, wel­che Tie­fe mit der Fra­ge nach dem Weg in Rich­tung Beth­le­hem gemeint war: Beth­le­hem ist kein Ort, den man ein­fach anfährt. Es ist ein Ziel für Men­schen, die sich in Bewe­gung set­zen, die bereit sind, Umwe­ge zu gehen, Bal­last abzu­wer­fen und sich von Got­tes Lie­be anste­cken zu las­sen. Aber zum Glück war die Rei­se­grup­pe nicht allein unterwegs.

Mit viel Spiel­freu­de, Humor und Tief­gang zeig­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus Titt­ling und Witz­manns­berg, dass der Weg zu Jesus nicht per­fekt sein muss – nur ehr­lich. So erin­ner­te Bene­dikt, ver­klei­det als Johan­nes der Täu­fer dar­an, dass Umkeh­ren manch­mal wich­ti­ger ist als Wei­ter­ma­chen. Die Hir­ten Lydia, Jakob, Theo und Ali­na mach­ten Mut: Auch wer sich klein fühlt oder über­se­hen wird, ist Gott wich­tig. Und Julia als Maria und Valen­tin als Josef zeig­ten, dass Ver­trau­en manch­mal bedeu­tet, wei­ter­zu­ge­hen, auch wenn man noch nicht alles ver­steht. Bei den Für­bit­ten brach­ten die Kin­der Ster­ne an einer Stell­wand an: jede Bit­te ein Licht­punkt – und am Ende ein gan­zer Him­mel vol­ler Hoffnung.

Ein beson­de­res High­light war die musi­ka­li­sche Umrah­mung der Fami­li­en­mes­se. Eini­ge Grund­schü­le­rin­nen und Grund­schü­ler der Grund- und Mit­tel­schu­le Titt­ling haben gemein­sam mit ihrer Musik­leh­re­rin Frau Sei­der einen klei­nen ​„Spon­ti-Chor“ gebil­det und den Weg der Rei­se­grup­pe und der gesam­ten Gemein­de nach Beth­le­hem beglei­tet. So wur­de die­ser Got­tes­dienst zu einer fröh­li­chen, leben­di­gen Weg­ge­mein­schaft – mit Lachen, Nach­den­ken und der stil­len Gewiss­heit: Wir sind schon näher an Beth­le­hem, als wir den­ken. Viel­leicht genau da, wo Men­schen sich Zeit für­ein­an­der neh­men, Hoff­nung tei­len und gemein­sam unter­wegs sind.

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