Allein können wir so wenig tun; gemeinsam können wir so viel erreichen.“ – Helen Keller. Genau das haben die Ministrantinnen und Ministranten des Pfarrverbands Tittling - Neukirchen vorm Wald bei ihrem diesjährigen Sommerausflug erlebt. Denn ein Schlauchboot fährt sich bekanntlich nicht von allein – und schon gar nicht, wenn jeder in eine andere Richtung paddelt.
Gemeinsam ging es am Samstag, 11. Juli, mit dem Bus ins „Dschungelcamp“ nach Neuhaus am Inn. Dort erwartete das Team von Eisvogel-Events bereits unsere Ministranten. Nach einer kurzen Einweisung hieß es: Schwimmwesten an, Paddel schnappen und Leinen los! Zunächst ging es ein paar wenige Meter die Rott hinauf, bis alle Minis verstanden hatten, dass nur gemeinsames Paddeln bewirkt, dass die Schlauchboote nicht im Kreis fahren. Sobald jeder seinen Rhythmus gefunden hatte, ging es auf dem Inn gemeinsam flussabwärts Richtung Wernstein. Schnell wurde klar: Teamarbeit ist alles. Doch ebenso eindeutig war, dass manche ihre Paddel lieber zum gegenseitigen Nassspritzen als zum Vorankommen nutzten. Am Ende waren alle so durchnässt, als hätten sie unterwegs gleich ein Bad im kühlen Inn genommen.
Ganz ohne unfreiwilliges Badevergnügen verlief die Tour dann aber doch nicht: Ein Ministrant machte kurzerhand Bekanntschaft mit dem grünen Wasser des Inn und ging über Bord. Dank Schwimmweste, schneller Hilfe und jeder Menge Gelächter war er aber im Nu wieder im Boot. Spätestens danach war allen klar: Auf dieser Fahrt bleibt wirklich niemand auf dem Trockenen.
Nach den rund acht Kilometern auf dem Wasser wartete an der Mariensäule in Wernstein ein wohlverdientes Picknick. Frisch gestärkt wurde anschließend der Motorikpark erobert. Dort wurde balanciert, geklettert und ausprobiert – mit mehr Ehrgeiz, als manch einer wohl zugeben würde. Man merkte: Ministranten können nicht nur sicher Kerzen tragen, sondern auch erstaunlich geschickt über wackelige Hindernisse balancieren.
Danach wartete im Wirtshaus Mariensäule die wohlverdiente Belohnung in Form eines Eises, bevor sich die Gruppe auf den Weg zur Neuburg machte. Der steile Weg führte über viele Treppen und ein erleichtertes „endlich“ war zu hören, als die Burgtürme in Sicht kamen.
An der Neuburg stand bereits der Bus bereit, um die mittlerweile angenehm müden Ausflügler wieder nach Hause zu bringen. Zwischen all dem Spaß durfte auch das Gemeinsame im Glauben nicht fehlen. Bei einem kurzen geistlichen Impuls wurde bewusst innegehalten und dafür gedankt, dass Gemeinschaft mehr ist als zusammen unterwegs zu sein: Sie wächst dort, wo man sich gegenseitig hilft, miteinander lacht und schöne Momente teilt.
Am Ende blieb die Erkenntnis: Ein Schlauchboot fährt zwar mit Paddeln – ein gelungener Ausflug aber lebt von guter Gemeinschaft. Und davon gab es an diesem Tag mehr als genug. So wird dieser Ausflug den Minis sicher noch lange in bester Erinnerung bleiben – auch demjenigen, der den Inn aus einer etwas intensiveren Perspektive kennenlernen durfte.



