Am Donnerstag, 9. April 2026, war es wieder so weit: Noch bevor die ersten Hähne im Pfarrverband wirklich wach waren und krähen konnten, versammelten sich bereits die Ministrantinnen und Ministranten. Denn um 6:45 Uhr ging es von der Grundschule Neukirchen vorm Wald los. Ziel des diesjährigen Osterausflugs: Ingolstadt.
Und wie es sich für einen ordentlichen Ministrantenausflug gehört, natürlich mit dem Reisebus – samt Brotzeit und guter Laune.
In Ingolstadt angekommen, wartete gleich ein echtes Highlight: eine Werksführung bei Audi. Anton Poll, der selbst zwei Kinder bei unseren Ministranten hat und bei Audi in leitender Position tätig ist, begrüßte die Minis aus seiner Heimat im großen Firmengelände. In zwei Gruppen ging es quer durch die faszinierende Welt der Automobilproduktion – vom ersten Blech bis zum fertigen Fahrzeug.
Staunen, große Augen und gelegentliches „Oha!“ begleiteten die Gruppe auf Schritt und Tritt. Besonders beeindruckend war, wie viele einzelne Arbeitsschritte nötig sind, bis ein Auto überhaupt einmal „Hallo Welt“ sagen kann.
Ein besonderes Highlight: Unser ehemaliger Oberministrant Maximilian Schrank, der inzwischen als Werksstudent bei Audi tätig ist, begrüßte die Gruppe persönlich. Für einen Tag tauschte er noch einmal den Laptop gegen die Ministrantenplakette und war wieder mittendrin im Geschehen – als hätte er nie etwas anderes gemacht, als Messdiener und Autoexperte gleichzeitig zu sein.
Nach so viel Technik durfte die Stärkung nicht fehlen. Bei einer gemeinsamen, mitgebrachten Brotzeit wurde nicht nur gegessen, sondern auch gefachsimpelt: über Autos, Antriebe und die beste Farbe für den Sportwagen. Gestärkt ging es weiter ins Audi-Museum, wo die Geschichte der Mobilität eindrucksvoll lebendig wurde. Von nostalgisch bis futuristisch war alles dabei.
Danach führte der Weg in die Ingolstädter Innenstadt. Das beeindruckende Münster wurde besichtigt, wo Gemeindereferent Felix Sanftleben auch einen kleinen Wortgottesdienst hielt. Thema: „Karabiner – Zusammenhalten wie die Schrauben bei einem Auto“. Ein Bild, das erstaunlich gut funktionierte: Denn wie beim Karabiner gilt auch in der Gemeinschaft – nur zusammen bleibt alles wirklich sicher verbunden.
Im Anschluss ging es zu Fuß durch die schöne Altstadt bis hin zum Schloss. Am Schloss wartete ein Abschied auf alle. Maximilian Schrank verabschiedete sich nach seinem „Kurzpraktikum als Ministrant“ wieder in Richtung Universität.
Gut gestärkt und leicht müde, aber zufrieden, ging es schließlich zurück in den Pfarrverband. Ein rundum gelungener Osterausflug, der gezeigt hat: Glaube, Gemeinschaft und ein gutes Stück Humor passen hervorragend zusammen – egal ob im Münster, im Werk oder im Reisebus. Und eines ist sicher: Die Ministranten von Tittling – Neukirchen vorm Wald können nicht nur Kirche, sondern auch Autobau, Stadtbesichtigung und Fast Food – und das alles an einem einzigen Tag.



