Kino, Dom & Filmstadt: Ministranten des Pfarrverbands auf großer Entdeckungstour in Freising und München
„Jaqueline, schwing die Hufe, es geht wieder los!“ - Fast ein viertel Jahrhundert nach dem Erfolgsfilm „Der Schuh des Manitu“ war es in diesem Jahr soweit. Der zweite Teil des komödiantischen-Bayern-Westerns mit Michael „Bully“ Herbig flimmert über die Kino-Leinwände. Natürlich wollten sich das unsere Ministranten des Pfarrverbands nicht entgehen lassen.
Am Dienstag, 18. November 2025, stand deshalb ein gemeinsamer Besuch im Cineplex Passau auf dem Programm, um den bisher erfolgreichsten deutschen Film nach Corona zu sehen. Das „Kanu des Manitu“, sorgte für viele Lacher und beste Stimmung. Schon hier zeigte sich, wie wertvoll solche gemeinsamen Unternehmungen für das Miteinander im Pfarrverband sind: Lachen, Gespräche und das gemeinsame Erlebnis stärkten den Zusammenhalt der Gruppen aus den drei Kirchorten.
Der Buß- und Bettag am 19. November 2025, ein schulfreier Tag in Bayern, wurde für einen großen gemeinsamen Ausflug genutzt. Früh morgens startete ein voll besetzter 60-Sitzer-Reisebus in Neukirchen vorm Wald in Richtung Freising. Gemeindereferent Felix Sanftleben eröffnete den Ausflug mit einem gemeinsamen Gebet und ein paar Impulsen für den Tag.
In Freising führte der Weg zunächst durch die historische Altstadt hinauf auf den Domberg. Dort gab es den ersten Programmpunkt des Tages: eine exklusive Domführung im Freisinger Dom St. Maria und St. Korbinian. Die Ministranten erhielten spannende Einblicke in die Geschichte des Doms und begegneten dem Glauben ganz konkret an einem Ort, der seit Jahrhunderten davon geprägt ist.
Besichtigt wurde unter anderem der Schrein des heiligen Korbinian, des Bistumsgründers von Freising. Auch die Krypta mit dem Schrein des heiligen Nonnosus wurde besucht. Ein besonderes Erlebnis war dabei das alte Brauchtum, unter dem Schrein hindurchzukriechen — von dem sich die Menschen erhoffen, dadurch von ihrem Rückenleiden befreit zu werden. Auch wenn unsere Minis noch fit sind und keine Rückenprobleme haben, kroch ein Großteil der Minis natürlich auch unter dem Schrein hindurch. Ein weiterer außergewöhnlicher Programmpunkt war der Zugang zum alten Chorgestühl, ein Bereich, der normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist und den Besuch zu etwas ganz Besonderem machte.
Nach dem geistlich-kulturellen Teil ging es weiter zur Bavaria Filmstadt in München. Bei einer Führung erhielten die Ministranten einen Blick hinter die Kulissen von Film und Fernsehen. Technik, Kulissenbau und Tricks der Filmwelt sorgten für Staunen und viele neugierige Fragen. Im Klassenzimmer aus „Fack ju Göthe 3“ versuchten sich einige Ministranten selbst als Darsteller von Chantal, Danger und Co. Wie viel Wert aufs Detail bei manchen Filmen gelegt wurde, erfuhren die Minis beim Besuch der Originalkulisse des 1981 erschienen Films „Das Boot“ unter der Regie von Wolfgang Petersen.
Großen Anklang fand auch das 4D-Erlebniskino, das Film nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar machte durch sich zum Film passend bewegende Sitze, Wind und sogar Wasserspritzer. Ein letztes Highlight in der Filmstadt war schließlich der Besuch der Kulissen von „Kanu des Manitu“, die nach dem Kinobesuch am Vortag natürlich sofort wiedererkannt wurden und für viele begeisterte Reaktionen sorgten.
Auf dem Weg zurück nach Neukirchen vorm Wald hielt der Reisebus noch bei einem beliebten Fastfood-Restaurant in Vaterstetten, was nach so einem erlebnisreichen Tag eine willkommene Stärkung war. Abschließend beteten die Ministranten noch ein Abendgebet, welches von Pastoralassistentin Anna Wagner ausgestaltet wurde. Das Evangelium vom Schatz im Acker stand dabei im Mittelpunkt und die Messdiener überlegten, was waren in den letzten beiden Tagen Momente, die zu meinen Schätzen gehören.
Diese zwei Tage haben eindrucksvoll gezeigt: Ministrantinnen und Ministranten leisten nicht nur einen wichtigen Dienst im Gottesdienst, sondern gestalten aktiv Gemeinschaft, wachsen über Kirchorte hinweg zusammen und erleben Kirche auf vielfältige Weise. Oder anders gesagt: Wahnsinn, was unsere Minis alles machen.



