Vielleicht mehr, als man auf den ersten Blick denkt.
Die Bilder des Jugendkreuzwegs 2026 wirken wie Szenen aus unserem eigenen Alltag: Menschen, die sich verloren fühlen. Situationen, in denen Druck entsteht. Momente, in denen jemand einfach nur hofft, dass ihn jemand sieht. Und genau dort taucht die alte Geschichte vom Kreuzweg Jesu plötzlich ganz neu auf.
Mitten in diesen Bildern wird spürbar: Jesus ist nicht weit weg. Er ist da, wo Menschen an ihre Grenzen kommen. Da, wo jemand fällt. Da, wo andere helfen. Wie Simon, der nicht lange fragt, sondern einfach mitträgt. Wie Veronika, die hinschaut und handelt. Diese Gestalten sind keine fernen Figuren – sie könnten genauso gut wir selbst sein. Diesen Gedanken gingen die Jugendlichen beim diesjährigen Kreuzweg der Jugend nach. Fast 70 Firmbewerber*innen aus dem Pastoralen Raum sowie erfreulicherweise auch einige ältere Ministranten und Pfadfinder unseres Pfarrverbands waren der Einladung gefolgt.
Begleitet wurde der Kreuzweg durch die App „Actionbound“, über die alle Texte und Impulse zur Verfügung standen. So konnten die Teilnehmenden interaktiv und in ihrem eigenen Tempo die Stationen erschließen. An verschiedenen Punkten luden Mitmach-Aktionen dazu ein, selbst aktiv zu werden: Gedanken wurden festgehalten, kleine Aufgaben gelöst oder persönliche Erfahrungen miteinander geteilt. Dadurch wurde der Kreuzweg nicht nur gehört, sondern ganz konkret erlebt.
Die Mischung aus modernen Bildern, persönlichen Impulsen und gemeinschaftlichem Unterwegssein machte den Jugendkreuzweg zu einer besonderen Erfahrung.
Im Anschluss an den Kreuzweg klang der Tag in lockerer Atmosphäre aus. Im Pfarrzentrum Neukirchen vorm Wald trafen sich Ministranten und Pfadfinder zu einem gemeinsamen Begegnungsabend. Bei Film und Pizza wurde gelacht, geredet und die Gemeinschaft gestärkt.
So bleibt der Jugendkreuzweg 2026 nicht nur als besinnlicher Weg in Erinnerung, sondern auch als Zeichen lebendiger Gemeinschaft – auf dem Weg hin zu Ostern.



