Jugend

Caritas Tag der Firmlinge

Tittling Pfarrverband am 27.03.2026

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

Ein besonderer Tag voller Eindrücke, Begegnungen und neuer Perspektiven liegt hinter den Firmlingen unseres gesamten pastoralen Raums. Gemeinsam nahmen sie am Caritas-Tag teil, den, wie auch die Jahre zuvor, Gemeindereferent Felix Sanftleben, vorbereitet hatte.

Treff­punkt war der Haupt­bahn­hof Pas­sau – ein Ort, an dem täg­lich unzäh­li­ge Men­schen auf­ein­an­der­tref­fen. Doch an die­sem Tag begann hier für unse­re Firm­lin­ge eine Rei­se, die nicht nur durch die Stadt, son­dern vor allem mit­ten hin­ein in die Lebens­wirk­lich­keit ande­rer Men­schen führte.

Der ers­te Weg ging zur Bahn­hofs­mis­si­on. Dort beka­men die Jugend­li­chen einen unmit­tel­ba­ren Ein­druck davon, wie wich­tig die­se Ein­rich­tung ist. Men­schen in Not fin­den hier einen geschütz­ten Ort, ein offe­nes Ohr und ganz kon­kre­te Hil­fe – oft genau dann, wenn sie am drin­gends­ten gebraucht wird. Für vie­le Firm­lin­ge war es bewe­gend zu sehen, wie selbst­ver­ständ­lich hier Unter­stüt­zung geleis­tet wird, unab­hän­gig von Her­kunft oder Lebenssituation.

Anschlie­ßend ging es gemein­sam wei­ter ins Kon­ra­dinum, das Haus der Cari­tas. Dort wur­den wir herz­lich von Agnes Ste­fen­el­li emp­fan­gen, die uns mit viel Herz und gro­ßer Offen­heit durch das Haus führ­te. Schnell wur­de deut­lich: Das Kon­ra­dinum ist weit mehr als nur ein Gebäu­de – es ist ein Ort geleb­ter Nächstenliebe.

Bei der Füh­rung erhiel­ten die Firm­lin­ge Ein­bli­cke in die ver­schie­de­nen Berei­che des Hau­ses. In der Klei­der­kam­mer wur­de sicht­bar, wie durch gespen­de­te Klei­dung ganz kon­kret gehol­fen wer­den kann. Die Tafel zeig­te ein­drück­lich, wie wich­tig es ist, Lebens­mit­tel zu tei­len und Men­schen in schwie­ri­gen Lebens­la­gen zu unter­stüt­zen. In der Sup­pen­kü­che wur­de deut­lich, dass es oft nicht nur um eine war­me Mahl­zeit geht, son­dern auch um Begeg­nung, Wür­de und Gemeinschaft.

Beson­ders berüh­rend war auch der Ein­blick in die Her­ber­ge. Hier fin­den Men­schen ohne fes­ten Wohn­sitz einen Platz zum Aus­ru­hen, Schutz vor der Käl­te und ein Stück Gebor­gen­heit. Für vie­le Firm­lin­ge war dies ein Moment des Inne­hal­tens – ver­bun­den mit der Erkennt­nis, wie wert­voll ein siche­res Zuhau­se ist.

Den Abschluss des Tages bil­de­te eine gemein­sa­me Zeit in der haus­in­ter­nen Kapel­le. Zusam­men mit Pas­to­ral­as­sis­ten­tin Anna Wag­ner konn­ten die Ein­drü­cke des Tages sich noch ein­mal set­zen. In die­ser stil­len Atmo­sphä­re wur­de spür­bar, dass Nächs­ten­lie­be nicht nur ein Wort ist, son­dern im All­tag ganz kon­kret gelebt wer­den kann.

So bleibt die­ser Cari­tas-Tag nicht nur als inter­es­san­tes Pro­gramm in Erin­ne­rung, son­dern vor allem als eine Erfah­rung, die zum Nach­den­ken anregt und viel­leicht auch dazu ermu­tigt, selbst aktiv zu werden.

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