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Pfarrei Neukirchen vorm Wald

Ein halbes Jahrhundert Kirchenmusik

Neukirchner Organist Johann Schwaiberger wird für seinen langjährigen Dienst geehrt

Schwaiberger jubilaeum

Seit 50 Jah­ren spielt Johann Schwai­ber­ger aus Tras­ham bereits die Kir­chen­or­gel in der Pfar­rei St. Mar­tin in Neu­kir­chen v. Wald. Für die­se treue und wert­vol­le Mit­ar­beit in der Kir­chen­mu­sik wur­den ihm nun in einem fei­er­li­chen Got­tes­dienst als Dank und Aner­ken­nung eine Urkun­de zusam­men mit der gol­de­nen Ehren­na­del und einem klei­nen Prä­sent überreicht.

Stell dir vor, es ist ein Fest­got­tes­dienst und kei­ner spielt die Orgel!“ unk­te Pfar­rer Fabi­an Feucht­in­ger, der den Sonn­tags­got­tes­dienst gestal­te­te. Die­ses Sze­na­rio aber brau­chen sich die Neu­kirch­ner nicht vor­zu­stel­len, denn in ihrer Pfarr­kir­che brin­gen gleich zwei Orga­nis­ten die­se regel­mä­ßig zum Klin­gen. Einer davon ist Hans Schwai­ber­ger, der von sich selbst spa­ßes­hal­ber sagt: Ich gehö­re schon zum leben­di­gen Inven­tar.“ Min­des­tens ein­mal die Woche sitzt er auf sei­ner Empo­re und beglei­tet die Kir­chen­be­su­cher beim Gesang oder ver­leiht Beer­di­gun­gen, Tau­fen, usw. einen wür­de­vol­len Rah­men. Dabei erin­nert er sich noch sehr genau dar­an zurück, wie auf­ge­regt er damals in der 3. Klas­se war, als er vom dama­li­gen Pfar­rer Schier­mei­er „ über­rum­pelt“ und zu sei­nem 1. Ein­satz im Rora­te geru­fen wur­de. Man merk­te schnell, dass er zu brau­chen war“, zeig­te der klei­ne Hansl“ doch sei­nen unbän­di­gen Fleiß, indem er nach der Schu­le meist noch zum Üben in den alten Pfarr­hof ging, bevor er sich auf den lan­gen Heim­weg mach­te. Spä­ter absol­vier­te er neben der Land­wirt­schaft die C – Musi­ker – Aus­bil­dung in Pas­sau, die er 1978 als Kir­chen­mu­si­ker abschloss. In den Fol­ge­jah­ren gab er sel­ber Kla­vier – und Orgel­un­ter­richt und über­nahm 1980 den Kir­chen­chor, den er bis heu­te diri­giert und der mitt­ler­wei­le auf 20 Mit­glie­der ange­wach­sen ist. I find, dass‘ na passt!“ resü­miert der Musi­ker, auch wenn er in den letz­ten 50 Jah­ren vie­le Trends mit­ma­chen hat müs­sen. Vom Gos­pel­song bis zum rei­nen Män­ner­chor hat er alles aus­pro­biert. Das ein­fa­che Kir­chen­lied aber wird immer blei­ben, ist er über­zeugt, weil die Leu­te im Got­tes­dienst auch sel­ber sin­gen wol­len. Und eine der wich­tigs­ten Auf­ga­ben des Orga­nis­ten ist es, mit der Gemein­de zu spie­len, so Schwai­ber­ger. Des­halb blie­be er auch bei sei­ner Spiel­wei­se, auch wenn schon so man­cher Pfar­rer ver­sucht habe, ihn zu einem flot­te­ren Spiel zu ani­mie­ren, merkt er mit einem ver­schmitz­ten Grin­sen an. Solan­ge die Leu­te zufrie­den sind, möch­te Hans Schwai­ber­ger wei­ter­spie­len, wenn­gleich er froh ist, dass er in Gun­ther Mug­gen­tha­ler einen eben­so ein­ge­fleisch­ten Mit­strei­ter gefun­den hat, der ihn ent­las­tet. Auf die Fra­ge War­um? hat er eine ein­fa­che Ant­wort: Wenn ich mei­ne, ich spie­le gut, sehen die Leu­te das oft nicht so. Wenn ich aber mit mir sel­ber nicht zufrie­den bin, tra­gen mich die Leu­te.“ Die­ses Zusam­men­spiel mache den Reiz für ihn aus. Und was gibt es Schö­ne­res, als das Gemein­de­le­ben so aktiv mit­ge­stal­ten zu können?

Text und Bild: Evi Seider

Dankeschön an die ehren- und hauptamtlichen Kräfte

Nje 2020

Als Zei­chen des Dan­kes wur­den die ehren- und haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Pfar­rei St. Mar­tin zum Neu­jahrs­emp­fang eingeladen.

Beim gemein­sa­men Got­tes­dienst durf­te Pfar­rer Fabi­an Feucht­in­ger zunächst die Sonn­tags­bi­beln, das Geschenk des Bischofs, an die haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter sowie an die Lek­to­ren und Kom­mu­ni­on­hel­fer bzw. den Kir­chen­pfle­ger übergeben.

Im Anschluss stieß man im Pfarr­heim zunächst auf ein geseg­ne­tes neu­es Jahr 2020 an. Die PGR-Vor­sit­zen­de Anna Stein­ho­fer dank­te zunächst Pfar­rer Feucht­in­ger, wel­cher durch sei­ne neu­en Ideen die Pfar­rei berei­che­re und stets mit­an­pa­cke, wenn er gebraucht wird. Außer­dem galt ihr Dank dem Pfarr­vi­kar, Pater Tho­mas, Ruhe­stands­pfar­rer Hans Schier­mei­er und der neu­en Pas­to­ral­re­fe­ren­tin Mir­jam Stä­de­le. Der Pfarr­ge­mein­de­rat freu­te sich, dass auch meh­re­re Ehren­gäs­te ihrer Ein­la­dung gefolgt waren: der ers­te Bür­ger­meis­ter Georg Stein­ho­fer, der PGR-Vor­sit­zen­de von Titt­ling, Rai­ner Gaß­ler, sowie der Titt­lin­ger Kir­chen­pfle­ger, Karl Biber. Der beson­de­re Dank des Abends galt aller­dings den vie­len ehren- und haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der Pfar­rei: der Pfarr­se­kre­tä­rin, dem Büche­rei­team, den Kin­der­gärt­ne­rin­nen, dem Kin­der­got­tes­dienst­team, dem Senio­ren­club­team, dem Frau­en­bund, dem Land­volk, dem Bibel­kreis, der Grup­pe Zeit­los und dem Kir­chen­chor, den unzäh­li­gen Per­so­nen, die in und um die Pfarr­kir­che, aber auch bei den klei­nen Kapel­len ihren Dienst tun, dem Kran­ken­be­suchs­team, den Cari­tas­samm­lern, den Minis­tran­ten, den Mes­nern, Lek­to­ren und Kom­mu­ni­on­hel­fern, allen die in den ver­schie­de­nen Sach­aus­schüs­sen mit­ar­bei­ten sowie dem Pfarr­ge­mein­de­rä­ten selbst. Kir­chen­pfle­ger Anton Mut­ten­ham­mer erzähl­te, was ihm alles gut gefällt an sei­ner Pfar­rei und wel­che Bau­stel­len er noch sieht. Damit beein­druck­te er sei­ne Zuhö­rer, die sich sehr dank­bar für sei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz zeig­ten. Durch zwei Lie­der gestal­te­te der Kir­chen­chor den Abend mit.

Nach dem offi­zi­el­len Teil wur­den die Gäs­te mit Essen und Geträn­ken bes­tens ver­sorgt, sodass der Abend fröh­lich ende­te und sich alle einig waren, dass man auch im neu­en Jahr die Pfar­rei bele­ben und unter­stüt­zen will.

„Gott, wir danken dir!“

Groß und Klein feiern gemeinsam Erntedank in Neukirchen v. Wald

Bis auf den letz­ten Platz besetzt waren die Stüh­le im Neu­kirch­ner Pfarr­heim am Ern­te­dank­sonn­tag, fast 40 Kin­der waren mit ihren Eltern zum Kin­der­got­tes­dienst gekom­men. Stolz park­ten die Klei­nen ihre wun­der­schön geschmück­ten Fahr­zeu­ge, die sie auf aus­drück­li­chen Wunsch des Kin­der­got­tes­dienst­teams unter Lei­tung von Pas­to­ral­re­fe­ren­tin Mir­jam Stä­de­le mit­brin­gen durf­ten, vor dem Ein­gang des Pfarr­heims. Danach nah­men die Kin­der in einem Kreis um den am Boden auf­ge­bau­ten Ern­te­al­tar Platz und leg­ten ihre mit­ge­brach­ten Gaben dazu. Wer sich trau­te, erklär­te, was er dabei hat­te und wel­che Früch­te in dem far­ben­fro­hen Arran­ge­ment bereits zu sehen waren. In einem gelei­te­ten Gespräch erkann­ten die Kin­der, dass es neben einer gesi­cher­ten Ern­te noch so viel mehr in ihrem Leben gäbe, wofür sie dank­bar sein könn­ten. Die­ser Dank­bar­keit wur­de in einem gemein­sa­men Lied Aus­druck ver­lie­hen, bei dem Kin­der wie Erwach­se­ne kräf­tig mit­san­gen. Da im christ­li­chen Ver­ständ­nis das Dan­ken und Tei­len zusam­men­ge­hö­ren, wur­den im Anschluss an die bibli­sche Erzäh­lung von der wun­der­sa­men Brot­ver­meh­rung die Früch­te geteilt und mit­ein­an­der geges­sen. Aus­rei­chend gestärkt fuh­ren die Kin­der schließ­lich auf ihren Gefähr­ten und in Beglei­tung der Eltern oder Groß­el­tern in einer bun­ten Pro­zes­si­on zur Pfarr­kir­che, um dort gemein­sam mit den Erwach­se­nen den Got­tes­dienst zu Ende zu fei­ern. Pater Tho­mas bat die jun­gen Pfarr­an­ge­hö­ri­gen zu sich nach vor­ne und erteil­te jedem Kind den Ein­zel­se­gen.
Text und Bild Evi Seider

Don Camillo verliert gegen Peppone

Seit über 20 Jah­ren gibt es in Neu­kir­chen v.W. schon die­ses berühm­te Fuß­ball-Duell hat: Don Camil­lo (Pfar­rei) gegen Pep­po­ne (Gemein­de).

Der Pfarr­ge­mein­de­rat ließ es sich natür­lich nicht neh­men, die­ses Spiel wei­ter­hin aus­zu­rich­ten, aller­dings mit der Vor­aus­set­zung, dass wirk­lich nur akti­ve Mit­glie­der der Gre­mi­en für das Fuß­ball­spiel zuge­las­sen sind. So spiel­ten eini­ge der PGR-Mit­glie­der unter der Füh­rung von Ste­fan Gla­ser selbst, eben­so wie Pfar­rer Fabi­an Feucht­in­ger, Pfarr­vi­kar Pater Tho­mas, der Pfarr­vi­kar aus Ruder­ting, Pater Jobi, die Minis­tran­ten aus dem Pfarr­ver­band Tittling/​Neukirchen und auch der Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de aus Titt­ling, Rai­ner Gaß­ler. Auch die Gemein­de, unter der Lei­tung des zwei­ten Bür­ger­meis­ters Hans Stein­ho­fer, stell­te eine Mann­schaft mit Mit­glie­dern der bei­den orts­an­säs­si­gen Feu­er­weh­ren, der Gemein­de­ver­wal­tung und des Bau­ho­fes zusammen.

Das Gau­di-Spiel“ war zu Beginn rela­tiv aus­ge­gli­chen. Nach der Halb­zeit aller­dings bün­del­te die Mann­schaft der Gemein­de ihre Kräf­te und ent­schied in einer span­nen­den Schluss­pha­se das Match mit 4:2 für sich!

Für Unter­hal­tung in der Halb­zeit­pau­se sorg­te das Fuß­ball­spiel der Kom­mu­ni­on­kin­der gegen ihre Müt­ter, wel­ches die Klei­nen 1:0 für sich entschieden.

Natür­lich war auch für das leib­li­che Wohl der ca. 200 Zuschau­er gesorgt. So gab es für die Gäs­te küh­le Geträn­ke, Kna­cker und eini­gen Grill­spe­zia­li­tä­ten, was das Tra­di­ti­ons­spiel, trotz der Nie­der­la­ge, wie­der zu einem gelun­ge­nen Fest mach­te, des­sen Erlös der gesam­ten Pfar­rei zugu­te kommt!

Fronleichnamsprozession in Neukirchen v. Wald

Anders als es der mit­tel­al­ter­li­che Name Fron­leich­nam“ ver­mu­ten lässt, geht es an die­sem katho­li­schen Fei­er­tag, den die Chris­ten am zwei­ten Don­ners­tag nach Pfings­ten bege­hen, um den leben­di­gen Leib Chris­ti. Nach dem Fest­got­tes­dienst, der von Pfar­rer Feucht­in­ger zele­briert wur­de, zog eine gro­ße Schar von Gläu­bi­gen, dar­un­ter wie­der tra­di­ti­ons­ge­mäß vie­le Ver­ei­ne, durch die mit Fah­nen und Zwei­gen geschmück­ten Stra­ßen von Neu­kir­chen v. Wald. Vor­ne­weg wur­de das Aller­hei­ligs­te in einer Mons­tranz, beschirmt durch den Him­mel“, getra­gen. An drei Altä­ren , die mit präch­ti­gen Blu­men­tep­pi­chen geschmückt waren, wur­de gesun­gen und gebe­tet. Die aus vie­len ein­zel­nen Blü­ten­tei­len und Orna­men­ten lie­be­voll und auf­wen­dig gestal­te­ten Tep­pi­che wur­den ange­fer­tigt vom Frau­en­bund (unte­re Mari­en­stra­ße), Pfarr­an­ge­hö­ri­gen (Fried­hofs­mau­er) und den dies­jäh­ri­gen Kom­mu­ni­on­kin­dern mit ihren Eltern (obe­re Mari­en­stra­ße).
Evi Sei­der

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ – Erstkommunion in Neukirchen v. Wald

Das Mot­to der dies­jäh­ri­gen Erst­kom­mu­ni­on­kin­der aus Neu­kir­chen v. Wald zog sich wie ein roter Faden durch den fei­er­li­chen, von der Grup­pe Ein­klang“ musi­ka­lisch gestal­te­ten Got­tes­dienst, bei dem 22 Kin­der der Pfar­rei St. Mar­tin zum ers­ten Mal an den Tisch des Herrn geru­fen wur­den , um die hei­li­ge Kom­mu­ni­on zu emp­fan­gen. Wer in den letz­ten Wochen zu Besuch in der Kir­che war, konn­te auf der rech­ten Sei­te des Altar­rau­mes das gro­ße Bild von Jesus als Wein­stock bewun­dern, das die Kin­der zusam­men mit ihren Tisch­müt­tern gestal­tet hat­ten. An den Reben haf­te­ten die Fotos der Kin­der, pas­send zum Mot­to aus dem Johan­nes­evan­ge­li­um: Ich bin der Wein­stock, ihr seid die Reben!“ Pfar­rer Fabi­an Feucht­in­ger, der die Dritt­kläss­ler auch im Reli­gi­ons­un­ter­richt auf den wich­ti­gen Tag vor­be­rei­tet hat­te, griff das The­ma in sei­ner Pre­digt auf. Bleibt in mir und ich blei­be in euch!“ Dass es im All­tag aber oft nicht so ein­fach ist, die­sen gut gemein­ten Vor­satz umzu­set­zen und mit Jesus in Ver­bin­dung zu blei­ben, sei klar. Einen wesent­li­chen Anteil an der Kom­mu­ni­on­vor­be­rei­tung hat­te Gemein­de­re­fe­rent Franz Brun­ner. Kom­pe­tent führ­te er die Kin­der durch die monat­li­chen Weg­got­tes­diens­te, bei denen er wich­ti­ge Ele­men­te einer Mes­se sowie die man­nig­fal­ti­gen lit­ur­gi­schen Zei­chen und Ges­ten mit ihnen ein­üb­te und damit einen maß­geb­li­chen Bei­trag zum Hin­ein­wach­sen der jun­gen Chris­ten in die Kir­che leistete.

Osterfrühstück des PGR Neukirchen v. Wald

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Nach einem fei­er­li­chen Oster­nachts­got­tes­dienst, der vom Kir­chen­chor musi­ka­lisch umrahmt wur­de und bei dem die Auf­er­ste­hung Jesu und somit der Durch­gang vom Tod ins Leben im Mit­tel­punkt stand, lud der PGR Neu­kir­chen v. Wald in die­sem Jahr die Früh­auf­ste­her zu einem gemein­sa­men Früh­stück in das Pfarr­zen­trum St. Mar­tin ein. Unter den Gäs­ten befan­den sich auch vie­le Mit­glie­der des Kir­chen­cho­res, Kom­mu­ni­on­kin­der mit ihren Eltern sowie Pfar­rer Fabi­an Feucht­in­ger und Pater Tho­mas, die sich alle ger­ne am lie­be­voll vor­be­rei­te­ten Buf­fet bedien­ten. Neben war­men und kal­ten Geträn­ken wur­den Sem­meln mit süßen Auf­stri­chen, aber auch Wurst und Käse ange­bo­ten. Viel Lob beka­men die Ver­ant­wort­li­chen für die schön deko­rier­ten Tische, an denen man sich die Lecke­rei­en schme­cken ließ. Mit die­sem gesel­li­gen Bei­sam­men­sein lie­ßen die Gläu­bi­gen gemein­sam die Ein­drü­cke der Oster­nacht nach­wir­ken, mit der die Zeit der Trau­rig­keit und der Stil­le nun vor­bei sein soll.

Kinderkreuzweg am Karfreitag

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Gera­de für Kin­der ist es schwer nach­zu­voll­zie­hen, war­um Jesus, den sie als Men­schen­freund ken­nen­ge­lernt haben, am Ende so grau­sam ster­ben muss­te. Um ihnen dar­um die letz­ten Tage im Leben Jesu anschau­lich vor Augen zu füh­ren, luden die Mit­glie­der des Sach­aus­schuss Jugend, bestehend aus Mag­da­le­na Sage­der, Fabi­an Dick und Anna-Maria Stein­ho­fer, die klei­nen Pfarr­an­ge­hö­ri­gen am Kar­frei­tag in das Pfarr­zen­trum St. Mar­tin ein. In dem leben­dig gestal­te­ten Kreuz­weg durf­ten die Kin­der mit Palm­we­deln den Ein­zug Jesu am Palm­sonn­tag nach­emp­fin­den. Anhand von Stei­nen soll­te ihnen der schwie­ri­ge und trau­ri­ge Weg des Got­tes Soh­nes bewusst wer­den. Das Kreuz Jesu, wel­ches durch den Kreuz­weg geführt hat, wur­de zum Abschluss mit den Wedeln, Stei­nen und Blü­ten geschmückt. Die dazu auf­ge­stell­te Oster­ker­ze dien­te als Ver­weis dafür, dass Jesus den Tod besiegt, was die Chris­ten an den Oster­fei­er­ta­gen feiern.

Palmweihe in der Pfarrei St. Martin, Neukirchen v. Wald

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Vie­le bun­te Palm­zwei­ge erin­ner­ten am Palm­sonn­tag auf dem Schul­hof in Neu­kir­chen v. Wald an den Ein­zug Jesu in Jeru­sa­lem. Musi­ka­lisch gestal­tet vom Kir­chen­chor und einer Blä­ser­grup­pe nahm Pater Tho­mas die Seg­nung vor und zog dann mit den Gläu­bi­gen — allen vor­an die dies­jäh­ri­gen Kom­mu­ni­on­kin­der mit ihren Tisch­müt­tern — in einer fei­er­li­chen Pro­zes­si­on in die Pfarr­kir­che ein. Dort wur­de gemein­sam Got­tes­dienst gefei­ert, in dem auch die Lei­dens­ge­schich­te Jesu vor­ge­tra­gen wur­de. Mit Segens­wün­schen ent­ließ der Seel­sor­ger die Got­tes­dienst­be­su­cher in die soge­nann­te stil­le Woche“.

Fastensuppe der KLJB Neukirchen v. Wald

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Wie jedes Jahr rich­te­te auch heu­er die KLJB Neu­kir­chen v. Wald mit ihrer Vor­sit­zen­den Anto­nia Kölbl das Fas­ten­es­sen für die Pfar­rei aus. Die Pfarr­an­ge­hö­ri­gen konn­ten sich zwi­schen drei lecke­ren Sup­pen ent­schei­den, die das jun­ge enga­gier­te Team bereits am Vor­tag zube­rei­tet hat­te. Der Erlös kommt der Mise­re­or – Fas­ten­ak­ti­on zugu­te. In die­sem Jahr wer­den damit Jugend­li­che in El Sal­va­dor unter­stützt, um ihr Leben und ihr sozia­les Umfeld zu ver­bes­sern. Das gesam­te KLJB – Team freut sich über eine stol­ze Spen­den­sum­me in Höhe von rund 700 Euro.

Bischof aus El Salvador berichtet über die Armut in seinem Land

Kein biss­chen müde nach 14 Stun­den Flug und 8 Stun­den Zug­fahrt nach Pas­sau zeig­te sich Bischof Wil­liam Ernes­to Ira­he­to Rive­ra aus der Diö­ze­se Sant­ia­go de Maria in El Sal­va­dor, Mit­tel­ame­ri­ka, als er den Pfarr­an­ge­hö­ri­gen aus Neu­kir­chen v. Wald sei­ne Pro­jek­te vor­stell­te. Frau Kra­mer vom Refe­rat für Mis­si­on und Welt­kir­che in Pas­sau hat­te die­sen Info­abend zum Mise­re­or­sonn­tag zusam­men mit dem Sach­aus­schuss Mis­si­on, Ent­wick­lung, Frie­den, Bewah­ren der Schöp­fung der Pfar­rei St. Mar­tin orga­ni­siert. El Sal­va­dor, das kleins­te Land die­ser Regi­on mit der höchs­ten Bevöl­ke­rungs­dich­te, das zwi­schen Gua­te­ma­la und Hon­du­ras direkt am Pazi­fik in einem Erd­be­ben­ge­biet liegt, steht bei der dies­jäh­ri­gen Fas­ten­ak­ti­on des Hilfs­werks Mise­re­or im Mit­tel­punkt und soll durch Spen­den unter­stützt wer­den. Ein­lei­tend begrüß­te Maria Kölbl die Anwe­sen­den, allen vor­an Pfar­rer Fabi­an Feucht­in­ger, Pater Tho­mas, Pfar­rer i. R. Hans Schier­mei­er sowie Ver­tre­ter von Pfarr­ge­mein­de­rat und Kir­chen­chor und bedank­te sich bei Bischof Wil­liam Ernes­to und sei­ner Über­set­ze­rin Susan­ne Liesching für ihr Kommen.

Zu Beginn des 90-minü­ti­gen Vor­tra­ges gab der Seel­sor­ger einen Ein­blick in sei­ne Diö­ze­se Sant­ia­go de Maria, in der ca. 80 % der Ein­woh­ner katho­lisch sind. Länd­lich gele­gen wie Bay­ern – ohne sei­nen Gelän­de­wa­gen könn­te er man­che Gebie­te gar nicht errei­chen — gibt es dort 75 Pries­ter und einen Dia­kon. Alle haben aus­rei­chend zu tun. Er selbst hal­te jeden Sonn­tag vier Mes­sen und jede sei immer sehr gut besucht. Mit einem ver­schmitz­ten Lächeln erklär­te er, dass ein Bischof in sei­ner Regi­on nicht den glei­chen Stel­len­wert hat wie bei uns und in den Medi­en kaum auf­taucht, was sei­nem Enga­ge­ment jedoch kei­nen Abbruch tut. Unge­schminkt ging der Geist­li­che auf die Fak­ten ein, dass es in sei­nem Land die welt­weit höchs­te Rate gewalt­sa­mer Tötun­gen und eine hohe orga­ni­sier­te Ban­den­kri­mi­na­li­tät gibt. Grund dafür sei die Armut, erklär­te er. 48 % der Bevöl­ke­rung leben unter­halb der Armuts­gren­ze, sähen kei­ne Per­spek­ti­ven und wür­den sich des­halb Ban­den anschlie­ßen. Die­se gel­ten als Mili­tär der Dro­gen­dea­ler“, so der Bischof. Da seit 1990 der Zoll immer öfter in Dro­gen bezahlt wird, steigt die Kon­su­men­ten­zahl ste­tig. Um vor allem den Jugend­li­chen Per­spek­ti­ven zu bie­ten, ist es ihm nach eige­ner Aus­sa­ge immens wich­tig, sei­ne Pro­jek­te, die auf Kon­ti­nui­tät und das Ziel der Selbst­ver­sor­gung abzie­len, vor­an­zu­trei­ben. Stolz erzähl­te er, dass bis­her sie­ben Ort­schaf­ten direkt von der Hil­fe pro­fi­tiert hät­ten und ein Viel­fa­ches mehr indi­rekt. So sei es gelun­gen, die Anbau­be­din­gun­gen zu ver­bes­sern, so dass die Bau­ern anstatt Boh­nen und Mais viel­fäl­ti­ger ern­ten könn­ten. Wenn ers­te Erfol­ge sicht­bar sind, wür­de das gelern­te Wis­sen auch wei­ter­ge­ge­ben und so mehr Nach­hal­tig­keit erreicht wer­den, beton­te der Refe­rent. Zudem konn­te für jede Fami­lie in die­sen Gebie­ten ein Hahn und vier Hen­nen gekauft wer­den. Die Ein­woh­ner lern­ten, wie Kom­post gemacht wird und es wur­den bereits 16 Was­ser­rück­hal­te­be­cken gebaut und vie­le erd­be­ben­si­che­re Lehm­häu­ser errich­tet. Die Hygie­ne­be­din­gun­gen wur­den ver­bes­sert, Toi­let­ten errich­tet, was wie­der­um einen Bei­trag zum Umwelt­schutz leis­tet, weil kei­ne Abfäl­le und Fäka­li­en ins Meer gelei­tet wür­den. Immer wie­der wird der Bischof nach­denk­lich, wenn er mit Fra­gen der Zuhö­rer kon­fron­tiert wird. Ehr­lich gibt er Ein­blick in sein eige­nes Leben. Er stam­me selbst aus armen Ver­hält­nis­sen und sei­ne Eltern muss­ten hart arbei­ten, um die sechs Kin­der durchzubringen.

Als er als jun­ger Mann ein Sti­pen­di­um erhielt, muss­te er sich den Vor­wurf gefal­len las­sen, er wür­de sein Leben ver­geu­den“. Auf die Fra­ge, woher er immer wie­der die Kraft näh­me, um wei­ter­zu­ma­chen, ant­wor­te­te Bischof Wil­liam Ernes­to ohne zu über­le­gen: Ich bin ein Mann des Glau­bens.“ Ohne die­sen und die Kraft Got­tes hät­te er schon längst auf­ge­ge­ben. Sein Land zu ver­las­sen, wäre für ihn kei­ne Opti­on, ver­si­cher­te er. Und so setzt er auch gro­ße Hoff­nung in die Ama­zo­nas­syn­ode, die im Herbst statt­fin­den wird. Zum Schluss sei­ner Prä­sen­ta­ti­on sprach er allen, die ihn und sein Land mit ihren Spen­den so groß­ar­tig unter­stüt­zen, sei­nen Dank aus und schloss mit dem beschei­de­nen Wunsch: Alles möge so posi­tiv weitergehen!

Text Evi Seider